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Abreibungsverlust
Volumenverlust eines einer Schleifflüssigkeit oder einer Reibung ausgesetzten Materialmusters. Der Abreibungsverlust kann nach verschiedenen Verfahren gemessen werden. Bei diesen Verfahren wird das Material unterschiedlichen Prüfbedingungen ausgesetzt. Normalerweise wird der Abreibungsverlust in vom Materialmuster während der Prüfung verlorenen mm3 ausgedrückt. Bezugsnorm: DIN 53516:1987 – UNI 9185:1988.
Achse
Verbindungsorgan, mit dem das Rad mit dem Gehäuse zusammengesetzt wird. Besteht normalerweise aus einem Gewindestift mit Mutter, Unterlegscheibe, Rohr und gegebenenfalls Distanzstücken. Bezugsnormen: UNI EN 12526:2001 – ISO 22877:2004.
Aluminium
Weiss-silberfarbenes Metall, formbar und dehnbar, in vielen Silikaten vorhanden, wird industriell aus Bauxit hergestellt und für die Herstellung von leichten und superleichten Legierungen verwendet.
Ausrichtbarkeit
Eigenschaft eines Gegenstandes eine vorgegebene Richtung beizubehalten.

Bremse
Vorrichtung zum Blockieren der Drehung des Gehäuses um seine eigene Achse und der Raddrehung oder der Drehung der aus Rad und Gehäuse gebildeten Einheit. An den Lenkgehäusen können Vorderbremsen, Hinterbremsen oder Zentralfeststeller angebracht werden. Bezugsnormen: UNI EN 12526:2001 – ISO 22877:2004.
Bruchdehnung
Höchste Dehnung, die ein einer Zugkraft unterzogenes Materialmuster vor dem Bruch erreicht. Die Dehnung wird normalerweise in Prozent bezüglich der Originallänge des Musters ausgedrückt. Wenn Lr die Länge es Musters am Bruchpunkt und Li die Ausgangslänge des Musters ist, wird die Bruchdehnung (A) folgendermaßen berechnet: A (%) = (Lr-Li) x 100/ Li. Bezugsnormen: ISO 37:1994 – ASTM D 412c-1998 – ISO 527:1993 – UNI 6065:2001.

Compression set
SÄnderung der geometrischen Form eines Materialmusters bei Kompression oder Zug. Hängt von der Geometrie des Musters, dem Verformbarkeitsgrad des Materials, der Dauer des Deformierungsprozesses, der Temperatur und der seit dem Loslassen vergangenen Zeit ab. Bezugsnorm: UNI EN 815:2001.

Dichte
Verhältnis zwischen Masse eines Materialmusters und der Masse des gleichen Volumens einer Bezugssubstanz. Wird normalerweise in g/mm3 ausgedrückt. Bezugsnormen: UNI 7092:1972 – ISO 2781:1998
Druckgießverfahren
Produktionsverfahren, bei dem das geschmolzene Metall unter Druck in die Form eingespritzt wird.
Durchgehende Bohrung
Bohrung im Oberteil des Gehäuses, wird zum Befestigen des Gehäuses am Wagen verwendet. Bezugsnormen: UNI EN 12526:2001 – ISO 22877:2004
Dynamische Tragfähigkeit
(Ausgedrückt in daN) Tragfähigkeit eines Rades.

Einspritzen
Einfüllen einer unter Druck stehenden Flüssigkeit in einen Hohlraum.
Elastomer
Jedes natürliche oder synthetische Polymer mit den Eigenschaften und Merkmalen des Kautschuks.

Gabel
Teil des Gehäuses (Lenkgehäuse oder feststehendes Gehäuse), das das Rad abstützt. Hat die Form eines umgekehrten „U“. Am unteren Ende der Gabel befinden sich die Bohrungen zur Aufnahme der Radachse. Am oberen Teil sind die Drehorgane angebracht. Bezugsnormen: UNI EN 12526:2001 – ISO 22877:2004
Gehäuse
Verbindungselement zwischen Rad und Wagen. Normalerweise benötigen alle Räder ein Gehäuse, damit sie an einen Wagen angebracht werden können, ausgenommen die Räder, deren Achse in den Wagen selbst integriert ist. Lenkgehäuse: Dreht sich bei einem Fahrtrichtungswechsel um seine eigene senkrechte Achse; Das Lenkgehäuse kann mit einer Platte, einer durchgehenden Bohrung oder mit einem Schaft versehen sein. Das Lenkgehäuse kann mit einer Bremse ausgerüstet sein. Feststehendes Gehäuse: kann sich nicht drehen. Hat die Aufgabe das Rad auf einer geraden Linie zu halten. Bezugsnormen: UNI EN 12526:2001 – ISO 22877:2004
Gleitfähigkeit
(Ausgedrückt in daN) Höchstlast auf jedem einzelnen Rad, die der Bediener bequem ohne zu ermüden auch über einen längeren Zeitraum auf einem normalen Boden bewegen kann.
Gummi
Naturgummi: Dickflüssige klebrige Flüssigkeit, wird von einigen Pflanzen erzeugt und tritt beim Anritzen des Stammes aus. Härtet bei Luftkontakt. Synthetisches Gummi: Wird per Polymerisierung aus Monomeren erhalten; weist eine andere chemische Zusammensetzung als Naturgummi auf, hat aber ähnliche physikalische Eigenschaften wie der Naturgummi.
Gusseisen
Eisenhüttenprodukt, bestehend aus einer Eisenlegierung mit gewissem Kohleanteil und anderen Additiven, die für besondere Anwendungen hinzugegeben werden oder als Verunreinigungen in der Legierung vorhanden sind.

Härte
Widerstand, den ein Material gegen das Eindringen eines anderen Materials ausübt. Wird mit empirischen Prüfungen gemessen, bei denen die Eindringtiefe einer bestimmten Kraft in das Material unter bestimmten Bedingungen gemessen wird. Die Eindringhärte ist umgekehrt proportional zur Eindringtiefe. Es gibt verschiedene Prüfungen zum Messen der Härte eines Materials. Zu den am häufigsten angewandten Prüfungen zählen die Prüfungen, für die die Härtemesser „Shore“ Typ A und Typ D verwendet werden. Das Härtemesser Typ A wird für weichere Materialien (Elastomer) und der Typ D für härtere Materialien (thermoplastische Materialien, Polypropylen) eingesetzt. Bezugsnormen: UNI EN ISO 868:1999 – ASTM D 2240-2004
Harz
Natürliches oder synthetisches Produkt mit bedeutenden plastischen Eigenschaften. Wärmehärtendes Harz: Harz, das durch Erwärmen verflüssigt und dann durch Polykondensations- und Retikulationsreaktionen erhärtet.

Kerbzähigkeit
Fähigkeit eines Materials Stößen standzuhalten, ohne zu zerbrechen. Bezugsnormen: UNI 7716:2000 – ISO 4662:1986
Kern
Tragendes Teil des Rades, das die Verkleidung mit der Lagerung verbindet. Der Kern kann eine unterschiedliche Form haben und aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Er kann aus einem einzigen Teil oder aus zwei oder mehr miteinander verbundenen Teilen bestehen. Bezugsnormen: UNI EN 12526:2001 – ISO 22877:2004
Kugeldichtungsring
Dieses Teil umschließt die Drehorgane in dem Gehäuse.

Lagerung
Mittleres Teil des Rades. Nimmt die Achse oder die Rollorgane auf, die die Drehung erleichtern (Kugellager, Rollenlager, Gleitlager...). Bezugsnormen: UNI EN 12526:2001 – ISO 22877:2004
Lauffläche
Äussere Oberfläche des Rades, ist mit dem Boden in Berührung. Kann glatt oder geprägt sein, um die Bodenhaftung zu erhöhen.

Manövrierbarkeit
Möglichkeit eines Gegenstandes seine Laufrichtung leicht ändern zu können.

Platte
Oberteil des Gehäuses mit Bohrungen und Schlitzen zur Befestigung am Wagen. Kann mit verschiedenen Formen hergestellt werden: rechteckig mit vier Befestigungslöchern, quadratisch mit vier Befestigungslöchern, dreieckig mit drei Befestigungslöchern, rund mit durchgehender Bohrung, rund mit Schaft. Bezugsnormen: UNI EN 12526:2001 – ISO 22877:2004
Polyamid
Polymer, in dessen Molekül die Amidgruppe stark vertreten ist.
Polypropylen
Polymer des Propylens; Propylen: gasförmiges Alkene, die durch das „cracking“ des Erdöls entsteht, viel verwendet für organische Synthese zur Herstellung von Benzin mit einer hohen Oktanzahl und zur Herstellung von Elastomern.
Polyurethan
Diese chemische Verbindung wird durch eine Polymerisierungsreaktion erhalten, die beim Mischen von zwei verschiedenen Verbindungsfamilien (Di-Isozyanate und Polyalkohole) angehörenden Komponenten erfolgt. Diese zwei Komponenten werden vor dem Mischen auf eine derartige Temperatur erhitzt, dass sie im flüssigen Zustand bleiben und eine relativ niedrige Dichte aufweisen. Die große Zahl an chemischen Elementen und Verbindungen, die für die Formulierung des Polyurethans verwendet werden können erlaubt die Herstellung vieler verschiedener Formulierungen des Elastomers; oft kommt es vor, dass die physikalisch-mechanischen Eigenschaften der Verbindung sich in den verschiedenen stöchiometrischen Formulierungen ähneln, doch verhält sich das Material bei der Anwendung je nach angewandtem Produkt oft sehr unterschiedlich.
Rad
Rundes mechanisches Organ, das durch die Drehung um die eigene Achse die Umwandlung einer Gleitbewegung in eine Rollbewegung ermöglicht. Das Rad besteht aus folgenden Elementen: Lauffläche, Verkleidung, Kern, Lagerung und Rollorganen. Je nach Bauweise und verwendetem Material können die Räder vier Familien zugeteilt werden: vollgummibereifte Räder, Polyurethanräder, einteilige Räder und luftbereifte Räder. Bezugsnormen: UNI EN 12526:2001 – ISO 22877:2004
Reifen
So wird ein Gegenstand bezeichnet, der mit Luft aufgepumpt werden kann. Reifengummi: Gummi mit Gewebeeinlage und Luftkammer.

Stahl
Legierung aus Eisen und einem Kohlenanteil zwischen 0,3 und 1,7%, wird aus flüssigem Gusseisen hergestellt und weist eine besondere mechanische Widerstandsfähigkeit, Elastizität und Härte auf. Edelstahl (oder Inox-Stahl): Spezialstahl mit einem hohen Chrom- und Nickelanteil, der nicht rostet.
Statische Belastung
(Ausgedrückt in daN) Höchste Belastung, der ein stillstehendes Rad standhält, ohne dass bleibende Veränderungen des Rades auftreten. Bezugsnormen: UNI EN 12527:2001 – ISO 22878:2004

Thermoplastisches Material
Material, das bei Erwärmen plastisch wird und beim Abkühlen erhärtet, nach einem erneuten Erwärmen aber wieder plastisch wird.

Verkleidung
Aussenring aus Material unterschiedlichen Typs, der das Rad kennzeichnet. Die Verkleidung ist fest, wenn sie einteilig mit dem Kern ist und ist aufgezogen, wenn sie mechanisch mit dem Kern zusammengesetzt wird.
Vulkanisierung
Behandlung mit Schwefel oder schwefelhaltigen Verbindungen, der einige Stoffe, darunter auch Kautschuk, unterzogen werden, um die Plastizität zu eliminieren und sie perfekt elastisch zu machen.

Weiterreisswiderstand
Fähigkeit eines Materials der Ausbreitung eines Schnittes standzuhalten. Wird mittels eines Tests geprüft, dessen Bedingungen von der Normen ASTM D 624b-2000 – UNI 4914:1987 vorgegeben werden. Bei diesem Test wird ein Materialmuster senkrecht zur der auf dasselbe einwirkenden Zugkraft angeschnitten.

Zentraler Zapfen
Dieses Element des Lenkgehäuses dient als Verbindung zwischen Platte, Gabel und Kugelhaltering; Platte und Gabel bilden ein einziges Teil, während der Kugelhaltering sich um seine eigene Achse drehen kann.
Zapfen
Endstück des Gehäuses, wird zur Befestigung des Gehäuses in einer Bohrung des Wagens verwendet. Bezugsnormen: UNI EN 12526:2001 – ISO 22877:2004
Zugfestigkeit
Höchstlast, der das Materialmuster standhält, bevor es reisst. Wird normalerweise in MPa (1 MPa = 1 kg/mm2) ausgedrückt. Bezugsnormen: ISO 37:1994 – ASTM D 412c-1998 – ISO 527:1993 – UNI 6065:2001